Wahlhelfer gesucht

Vom / Wahl heute

Wie viele Wahlhelfer braucht Mecklenburg-Vorpommern?
Zur Bundestagswahl wird es 1708 Wahllokale geben. Jedes Wahllokal benötigt einen Wahlvorstand, der aus fünf bis neun Wahlhelfern besteht. Allein das macht 8540 bis 15372 Wahlhelfer. Hinzu kommen noch diejenigen, die in den 209 Briefwahlbezirken eingesetzt sind – sowie gegebenenfalls zusätzliche Hilfskräfte.

Wie viele Wahlhelfer werden noch gesucht?
Das ist regional unterschiedlich. Im Amt Usedom Nord, zum Beispiel, sind bereits alle 79 Wahlhelfer gefunden. In Rostock werden 1500 benötigt; gemeldet haben sich bislang etwa 950. In Schwerin haben 611 Frauen und Männer die Wahlehrenämter angenommen. Hier werden noch rund 200 Freiwillige gesucht, teilte die Stadt mit. Genaue Auskünfte, ob in einem Wahlbezirk noch Helfer benötigt werden, kann die jeweils zuständige Gemeindebehörde geben.

Wer kann Wahlhelfer werden?
Jeder, der zur Bundestagswahl wahlberechtigt ist. Also jeder Deutsche, der am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet hat, seit mindestens drei Monaten in der Bundesrepublik lebt und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen ist.

Welche Aufgaben übernehmen Wahlhelfer?
Sie kümmern sich darum, dass die Wahl ordnungsgemäß durchgeführt wird. Dazu gehört unter anderem: Vor Öffnung der Wahllokale die Wahlunterlagen zu sortieren sowie Wahlkabinen und -urnen aufzustellen. Im Laufe des Wahltags die Stimmzettel auszugeben, die Wahlteilnahme im Wählerverzeichnis zu vermerken und Wählern mit Behinderung gegebenenfalls bei der Stimmabgabe zu helfen. Nach Schließung der Wahllokale die Stimmen auszuzählen und das vorläufige Wahlergebnis des Wahlbezirks an die Gemeindebehörde weiterzuleiten.
Briefwahlhelfer haben weniger Aufgaben: Sie zählen die Briefwahlstimmen aus und übermitteln das Ergebnis an die Gemeindewahlbehörde.

Muss man besondere Vorkenntnisse haben?
Nein. Die Wahlbehörde bereitet Wahlhelfer in kurzen Schulungen bzw. mit Informationsmaterial auf die Aufgabe vor.

Gibt es eine Aufwandsentschädigung?
Ja, ein sogenanntes „Erfrischungsgeld“. Das beträgt laut Bundeswahlordnung diesmal 35 Euro für Wahlvorsteher und je 25 Euro für die übrigen Mitglieder des Wahlvorstands. Bisher waren es unabhängig von der Funktion im Wahlvorstand 21 Euro. Manche Kommunen stocken den gesetzlich festgelegten Betrag aber auf, um die Anreize für das Ehrenamt zu erhöhen. In Greifswald, zum Beispiel, erhalten alle Mitglieder des Wahlvorstands 40 Euro. Im Amtsbereich Mecklenburgische Kleinseenplatte bekommen die Wahlvorsteher sogar 50 Euro.

Wie kann man Wahlhelfer werden?
Bei Interesse wenden Sie sich am besten direkt an Ihre Amts- oder Stadtverwaltung. Ein entsprechendes Formular findet sich oftmals auch auf deren Internetseiten.

Und wenn sich nicht genügend Freiwillige melden?
Dann kann die Gemeindewahlbehörde Wahlberechtigte verpflichten, dieses Wahlehrenamt anzunehmen. Eine Ablehnung ist dann nur aus wichtigen Gründen wie Krankheit oder berufliche Hindernisse möglich.

Wie hat sich die Bereitschaft, Wahlhelfer zu werden, in MV verändert?
„Die Gemeindewahlbehörden merken immer wieder an, dass es von Jahr zu Jahr schwieriger wird, Wahlhelfer zu rekrutieren“, sagt Patrick Bull von der Kreiswahlbehörde für den Wahlkreis 16/ Mecklenburgische Seenplatte I – Vorpommern-Greifswald II. Eine Erfahrung, von der uns auch die Stadt Rostock und die Kreiswahlbehörden für die Wahlkreise 17/Mecklenburgische Seenplatte II – Landkreis Rostock III und 15/Vorpommern-Rügen-Vorpommern Greifswald I berichteten. Anders sieht es in Schwerin aus. Hier sei ein ständiger Aufwärtstrend zu erkennen, lässt uns deren Wahlkoordinator Steffen Liebknecht wissen. „Dennoch gibt es Verbesserungspotential.“ An einer Stelle habe der Gesetzgeber bereits gehandelt und zur diesjährigen Bundestagswahl die Aufwandsentschädigung für Wahlhelfer erhöht.

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